Tag des offenen Denkmals

Am Sonntag, 13. September, findet der „Tag des offenen Denkmals“ unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ statt.
 
In Engen sind folgende Denkmäler geöffnet und zu folgenden Führungszeiten zu besichtigen:
 
Kapuzinerkirche, Hewenstraße 23:
Geöffnet von 10 bis 17 Uhr und eine Führung um 15 Uhr durch Josef Watz, Förderverein der Kapuzinerkirche.
Die Spitalkirche steht an der Stelle der Klosterkirche des 1618 gegründeten und 1883 abgebrannten Engener Kapuzinerklosters. Der Brand zerstörte auch die Innenausstattung der Kirche; diese zeigt sich heute mit bunten neoromanischen Altären von 1887. Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch der unrestaurierten Gruft des Kapuzinerklosters unter der Spitalkirche, in der 36 Kapuzinermönche aus dem 18. Jh. beigesetzt wurden.
 
Bürgersaal und Trauzimmer, Hauptstraße 11:
Besichtigung von 12 bis 14 Uhr
Im Obergeschoss liegt der Bürgersaal mit gotischer Holzdecke und Holzverkleidung aus der Renaissance. Der kunstvolle Ofen von 1559 mit Aufsatz von 1756 ist ebenfalls zu bewundern.
Im Trauzimmer hängen Bilder des Konstanzer Künstlers Hans Sauerbruch.
 
Alte Kirche in Welschingen, Turmstraße 40:
Geöffnet 13 bis 17 Uhr, Führung um 15:30 Uhr durch Dr. Ralf Jung.
Die alte Kirche in Welschingen ist eine alte Wehrkirche. Der im Kern romanische Bau mit seinem Turm aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde im Spätmittelalter mit kostbaren, ungewöhnlich umfangreichen Wandmalereien geschmückt.

Stadtkirche Mariä Himmelfahrt, Hauptstraße 1:
14 bis 17 Uhr (inklusive Dachboden), Führung ohne Dachboden um 12:30 Uhr durch Dunja Harenberg. Führung durch den Dachboden nach Bedarf, durch Rosa Post und Margit Heuser. Die Vielfältigkeit der Stilrichtungen, der Tympanon und weitere Kunstwerke in der Stadtkirche machen die spätromanische Basilika einzigartig.
 
Römischer Gutshof in Bargen:
Führung um 10:30 Uhr durch Armin Höfler.
Etwa 15 Gutshöfe, sog. Villae rusticae, zeugen von der einstigen römischen Besiedlung des Hegaus im 1. - 3. Jh. n. Chr. Einer davon ist die imposante Anlage in Bargen, die lange Zeit gut versteckt im fürstlich-fürstenbergischen Wald lag und heute zu den besterhaltenen römischen Bodendenkmälern in Baden-Württemberg zählt.
 
Pumpenhaus, Mundingstraße 8:
Geöffnet 14 bis 17 Uhr durch Bernd Dreher.
Das hübsche Pumpenhaus von 1923/24, gebaut im Stil eines Gartenhauses des 18. Jahrhunderts, - das Haus ist als Kulturdenkmal eingestuft -, enthält eine Brunnenstube von mehreren Quellen, die in der Nähe entspringen. Der ehemalige Wassermeister der Stadtwerke Engen, Bernd Dreher informiert über die Entwicklung der Wasserversorgung in Engen und die frühere Bedeutung des Pumpenhauses und der Quellfassung bei der Gaugelmühle.
Auf dem Platz vor der Gaugelmühle wird gezeigt, wie mit einem „handgeschmiedeten Deichelbohrer“ früher aus bis zu 3 m langen Baumstämmen Rohre für Wasserleitungen hergestellt wurden.

Wendelinskapelle, Jahnstraße 14:
Geöffnet von 12 bis 17 Uhr durch Jobst Knoblauch
Die Kapelle ist ein spätgotischer Bau des 15. Jahrhunderts. 1796 wurde sie zerstört, aber rasch wiederaufgebaut. In ihrem inneren sind sehenswerte Ölgemälde des 18. und 19. Jahrhunderts erhalten.
 
Kornhaus, Hauptstraße 43a:
Besichtigung von 12 bis 14 Uhr
Das Kornhaus in Engen, errichtet um 1570 als städtische Zehntscheuer und Getreidespeicher, ist eng mit dem Krenkinger Schlösschen am südlichen Ende der Altstadt verknüpft und war einst Teil der Wehranlage. Das als Kulturdenkmal eingetragene Gebäude prägt mit seinen Staffelgiebeln und einem markanten Erker samt Spottmasken das Stadtbild. Nach teilweisen Zerstörungen vermutlich zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurde das Dachwerk im Jahr 1675 erneuert. Im 19. Jahrhundert erfolgte eine Umgestaltung mit dem Einbau eines Scheunentors zur Erschließung von der Altstadt aus, woraufhin das Haus als Zehntscheuer und Scheune der Felsen-Brauerei genutzt wurde. Seit 1970 im Besitz der Stadt, steht das historische Gebäude nun vor einer umfassenden Sanierung, um als Stadtbücherei und moderner Kulturort ein lebendiger Treffpunkt in der Altstadt zu werden.

Sudhaus, Ledergasse 9:
Geöffnet von 10 bis 17 Uhr durch Peter Kamenzin.
Entstanden 1893. Betriebsgebäude wurden Mitte der 1980er-Jahre abgerissen. Das ehemalige Sudhaus der Felsenbrauerei Engen ist Teil des Altstadtensembles, hebt sich aber durch die moderne Gebäudeform von den Altstadthäusern ab. Der Schwarzwaldverein Engen hat in den letzten zehn Jahren viel Renovierungsarbeit geleistet; zuletzt wurden die beiden Sudkessel aus den 1930er-Jahren restauriert.