Vier neue AED-Geräte stärken Notfallversorgung in Engen und Ortsteilen

Der plötzliche Herztod zählt zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Ein Defibrillator (AED) kann, zusammen mit einer schnellstmöglich ausgeführten Herzdruckmassage, Leben retten.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Zeit. Deshalb sollten AEDs möglichst flächendeckend verfügbar sein. Die Geräte sind speziell für Laien konzipiert und führen Anwenderinnen und Anwender nach dem Einschalten per Sprachansage sicher durch die einzelnen Schritte.
 
Seit über einem Jahr ist der Landkreis Konstanz Teil der „Region der Lebensretter“. Menschen mit medizinischer Ausbildung oder ausgebildete Ersthelfer können sich bei einer App registrieren und werden im Fall eines Herz-Kreislauf-Stillstandes von der Rettungsleitstelle zusätzlich zum Rettungsdienst alarmiert. Sie führen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die Wiederbelebungsmaßnahmen durch und verwenden - sofern verfügbar - auch einen AED.
Bislang gab es im Raum Engen lediglich einen öffentlich zugänglichen AED am Bürgerhaus in Biesendorf.
 
Im letzten Jahr wurde durch Marion und Matthias Kenner, sowie dem Kommandanten der Feuerwehr Engen Markus Fischer dem Gemeinderat das Konzept „AEDs für Engen“ vorgestellt und durch diesen unterstützt und befürwortet. Das Konzept sieht die flächendeckende Etablierung von öffentlich zugänglichen AEDs in allen Ortsteilen vor. Die Finanzierung erfolgt über die Stadt Engen und sachgebundenen Spenden.
Bürgermeister Harsch konnte nun, gemeinsam mit Markus Fischer, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Engen, und Mathias und Marion Kenner, den beiden Initiatoren, die ersten vier AEDs in Betrieb nehmen.
Die neuen AEDs stehen ab sofort rund um die Uhr an folgenden Standorten zur Verfügung:
- am Marktplatz in der Engener Altstadt
- am Bürgerhaus in Stetten
- an der Petersfelshalle in Bittelbrunn
- am Rathaus/Feuerwehrhaus in Welschingen
 
Die Verantwortlichen appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, sich mit den Standorten der Geräte vertraut zu machen und im Ernstfall nicht zu zögern, Hilfe zu leisten. Informationsveranstaltungen zur Anwendung der Geräte sind bereits in Planung.
 
Übrigens: Nach dem Beschluss im Gemeinderat im Sommer letzten Jahres hat sich die Autobahnmeisterei in Engen spontan dazu bereit erklärt, den betriebseigenen AED außerhalb des Betriebsgeländes und damit öffentlich zugänglich zu machen. Hierfür möchten sich die Verantwortlichen herzlich bedanken.
 
Die Spenderinnen und Spender für die AED’s werden abschließend nach der Fertigstellung noch gewürdigt.

Durch die beiden Initiatoren Mathias und Marion Kenner (rechts im Bild) konnte Bürgermeister Frank Harsch (2.v.l.) und Feuerwehrkommandant Markus Fischer (links) unter anderem den Defibrillator (AED) auf dem Marktplatz in Betrieb nehmen.