Rehkitz und Junghase vertrauen in dieser Jahreszeit auf ihre tarnende Fellzeichnung und den noch nicht ausgebildeten Körpergeruch. Sie fliehen
nicht vor einer Gefahr, sondern bleiben regungslos und geduckt liegen in der Hoffnung nicht entdeckt zu werden. Kommt Mensch oder Hund einem solchen Jungtier doch einmal so nahe, dass es die Flucht ergreifen muss, ist es – zumindest gegenüber einem Hund – oft zu spät. Auch bei einem vermeintlich wohlerzogenen Hund kann dann spontan der Jagdtrieb durchbrechen.
 
Es wird deshalb an die Hundebesitzer appelliert, während der Aufzuchtzeit von Jungwild, beim Spaziergang in Wald und Feld sicherheitshalber auch folgsame Hunde an die Leine zu nehmen. Das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz schreibt vor, dass Hunde verlässlich im Einwirkungsbereich ihres Halters bleiben müssen. Auf Nummer sicher geht, wer seinen Hund freiwillig anleint.