Windkraft

VVG Engen, Aach, Mühlhausen-Ehingen

Mit Beschluss des Landesplanungsgesetzes vom 09.05.12 sind planrechtlich die Weichen für mehr Windkraft in Baden-Württemberg gestellt worden. Die Städte und Gemeinden haben ihre Flächennutzungspläne entsprechend zu überarbeiten. Für die VVG Engen, Aach, Mühlhausen-Ehingen besteht seit dem 23.12.98 ein rechtskräftiger Teilflächennutzungsplan für Windkraft. Aufgrund geänderter Rahmenbedingungen muss dieser fortgeschrieben werden.
 
In einer Planungsgemeinschaft, bestehend aus der VVG Engen, Aach, Mühlhausen-Ehingen und den Gemeinden Hilzingen und Tengen wurden 48 windhöffige Flächen nach dem Windatlas Baden-Württemberg auf ihre Geeignetheit überprüft. Von diesen wurden 42 aussortiert, unter anderem wegen zu geringer Abstände zu Wohngebieten, Landschafts-schutzgebieten oder auch, um eine zu starke Häufung an einzelnen Standorten zu vermeiden. Sechs Standorte sind übriggeblieben, wobei auf die VVG Engen, Aach, Mühlhausen-Ehingen zwei Standorte entfallen, Stettener Höhe und Langmieden.
 
Das Verfahren wurde am 14.11.12 mit der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung, welche in der Zeit vom 20.12.12 bis 21.01.13 stattfand, begonnen. Seit September 2013, nach der Artenschutzprüfung, ruht das Verfahren.
 
In 2020 hat die Stadt Engen mit dem Regionalunternehmen Solarcomplex einen Pachtvertrag für kommunale Grundstücke im Gewann „Staufenberg“ unterschrieben, die voraussichtlich für die Errichtung von ein oder zwei modernen Windkraftanlagen geeignet sind. Der Pachtvertrag steht im Zusammenhang mit dem Projekt „Windpark Brand“, das die Interessengemeinschaft Hegauwind auf Gemarkung Tengen realisieren möchte. Von den bis zu drei dort geplanten Windkraftanlagen hatte die nördliche im Engener Stadtteil Stetten Widerspruch geerntet, da sie vom Ort aus nur rund 1.000 Meter entfernt und von vielen Gebäuden aus gut zu sehen wäre. Auf Vorschlag von Bürgermeister Moser sollte auf die umstrittene nördliche Anlage verzichtet werden, wenn dafür auf einem Alternativstandort auf Engener Gemarkung ein oder zwei Anlagen errichtet werden könnten. Nach einer Vorprüfung wurde der Standort Staufenberg als voraussichtlich geeignet eingestuft und in einer Bürgerumfrage in Stetten mit fast 90 Prozent befürwortet. Sollten dort ein oder zwei Windkraftanlagen errichtet werden können, wären diese von Stetten aus fast nicht sichtbar. Pro Anlage werden sowohl am Standort Brand als auch am Standort Staufenberg jeweils 10 Millionen Kilowattstunden Jahresstromertrag prognostiziert. Das gesamte Projekt käme je nach Anlagenzahl auf rund 30 bis 40 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Das entspricht bilanziell etwa dem gesamten Stromverbrauch von Engen, Privat- und Gewerbekunden, zusammen. Der Pachtvertrag schafft die Grundlage, dass ein Windrad im Gewann Brand mit einem sehr nahen Abstand zum Stadtteil Stetten nicht gebaut wird und dafür zwei weniger die Landschaft belastende Anlagen entstehen können. Mit dem Standort Staufenberg werden die ersten Windenergieanlagen auf Engener Gemarkung errichtet, eine baurechtliche Genehmigung vorausgesetzt.

Dokumente zum herunterladen:
Übersichtsplan mit 6 Standorten (826,6 KB)
Übersichtsplan Windpark Brand und Staufenberg (148,4 KB)



 

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