Ausstellungen 2020

Jahresprogramm 2020 (205,9 KB)

Workshops 2020 (294,2 KB)

David CzuprynHoly, "Ghosts"

9. November 2019 – 6. Januar 2020

David Czupryn (*1983) hat bei Georg Herold, Lucy McKenzie und Tomma Abts in Düsseldorf ­studiert. Er ist ein Meister des Trompe-l’Œil-Effektes, jener jahrhundertealten Kunst der Augentäuschung, die bei ihm ein unerwartetes Comeback feiert. Mit Pinsel und Farbe bildet er mimetisch Oberflächen nach, Handschrift und Gestus werden so geradezu provokativ negiert. Die Bilder – David Czupryn arbeitet mit starken harmonischen Kontrasten und trägt die Farbe transluzid auf – wirken wie aus einem Guss, sie sind nicht fotorealistisch, sondern illusionistisch dreidimensional. Den ruhigen Gründen, Standflächen und Bewegungsmotiven werden Pfeile und andere grafische Elemente beigesellt. Neben ausgreifenden Gliedmaßen ziehen gebrochene ­Symmetrien, Fallendes, Schwebendes, Verbundenes, Verschränktes, Geöffnetes und Durchsichtiges die Aufmerksamkeit auf sich – gleichsam Bilder im Bild, aber auch einander umspielende Versatzstücke. Kein Wunder, dass der Maler die Surrealisten schätzt, aber auch eine gewisse Vorliebe für Alfred Kubin bekundet. Die Verrätselung, die er betreibt, steht aber nicht in der Tradition der Schwarzen ­Romantik, sondern erinnert an Alexander Calder und Naum Gabo, aber natürlich auch an das spitz­bübische Werk von Georg Herold. So lassen sich David Czupryns Bilder denn auch ohne Umschweife als gemalte Installationen begreifen, in denen Konstruktivismus, Kinetik und Surrealismus ironische ­Urständ feiern. Oder auf Neudeutsch: Hier teilen sich Calder, Dalí und Herold die App. (León Krempel) 

Vernissage: Freitag, 8. November, 19:30 Uhr

David Czupryn, He she it, Öl auf Leinwand 2017
Foto: Künstler

S t u b e n g e s e l l s c h a f t — K u n s t v e r e i n

albertrichard Pfrieger /Jörg Bach

Sag' du ich sage ja

11. Januar 2020 – 16. Februar 2020

Vernissage: Freitag, 10. Januar 2020, 19:30 Uhr

albertrichard Pfrieger schickt sich selbst und uns in unbekanntes Gelände. „Ohne Bezeichnung“ als Titel der allermeisten Zeichnungen entpuppt sich leicht als ein ironisches Wortspiel und lässt genauso alle Fragen offen, wie das, was wir sehen, und wirft uns auf das zurück, was wir empfinden, wenn wir des eigentlich Unsagbaren gewahr werden, nämlich auf unsere eigene Subjektivität, unser Empfinden des Moments, in dem das Bildgeschehen vor unseren Augen konkret wird. Da haben wir im Sehen dieselbe Freiheit wie der Künstler im Tun. Damit werden die Bilder zu kommunikativen Gesten auf einer anderen Ebene, als wir das von Bildern gewohnt sind. Wer seine Wahrnehmung von der Außenwelt abschottet, hat die Möglichkeit, eine Innenwelt zu erkunden, die offensichtlich ihre eigene Sprache offenbart.
Das vermeintliche oder tatsächlich Unfertige, wer kann das noch entscheiden?, das Unabgeschlossene, das – non finito / infinito? – öffnet den Raum für Imagination und Vorstellungsvermögen. Und wenn sich dieses zu sehr an schon Erfahrenem festzumachen droht, dann wissen diese Bilder auch das wieder in Frage zu stellen. Immer wieder wird man sich bewusst: Diese Bilder sind der Ausdruck einer unteilbaren Unmittelbarkeit von Zeit – Bewegung, Dynamik, Energie –, von dem Ort des Bildes – das Spielfeld, der Spielraum des Bildgeschehens – und der handelnden Person und ihrer uneingeschränkte Hingabe im Machen wie im Sehen, die die Wahrnehmung einfordert.
Dabei schmeicheln die Bilder zu keinem Zeitpunkt den Augen des Betrachters. „Wenn ein Bild unbequem ist, ist es gut“, wird der Künstler zitiert. Die im Grunde fast immer zeichnerische Geste, ihr Prozess, ihre Energie, ihre Offenheit und Unabgeschlossenheit, die Potenz der Bewegung, die all dies beinhaltenden Gesten an sich und deren Spuren sind das zentrale Thema der Bilder von albertrichard Pfrieger. (Werner Meyer, Kunsthalle Göppingen)

Albertrichard Pfrieger / Jörg Bach, Ohne Titel
Foto: Künstler

F o r u m r e g i o n a l

Kai Matussik

Ruf der Bilder

17. Januar 2020 – 16. Februar 2020

Vernissage: Donnerstag, 16. Januar 2020, 19:30 Uhr

„Meine Bilder sind humoristisch, satirisch, politisch,
frisch, frech, fröhlich, mit einem Hang zum Abgründigen.“ So die Selbstaussage
des 1965 in Hamburg geborenen Künstlers, der in Krefeld an der Werkkunstschule
Produktdesign studierte und heute in Konstanz lebt. Er selbst versteht sich als
Humorist und Satiriker, der mit den unterschiedlichsten Bildtechniken und
–mitteln wie Comic, seriell übermalter Druckgrafik und Objekten arbeitet.
Matussik überrascht mit skurril erzählten Bildgeschichten, die aus
Alltagsbeobachtungen entwickelt sind und menschlich-Allzumenschliches überzeichnet
darstellen und aufs Korn nehmen. Was Karl Marx mit dem Weißen Haus oder "fish
& slip" und ein sich selbst malender Pandabär („Selfmade Panda") miteinander
zu tun haben, kann man in dieser Ausstellung mit Augen und Verstand erfahren.

Kai Mattusik, Weltraumbahnhof, 2019
Foto: Künstler

S o n d e r a u s s t e l l u n g

Hölle & Paradies. Der deutsche Expressionismus um 1918

Faltblatt zur Sonderausstellung (1,888 MB)

3. März 2020 – 5. Juli 2020

Vernissage: Sonntag, 1. März 2020, 11.30 Uhr

Mit „Hölle und Paradies“ zeigt das Städtische Museum Engen ein Jahrzehnt deutscher Kunstgeschichte, das von tiefgreifenden Umbrüchen gezeichnet war. Gleich zu Beginn der Sonderausstellung werden die bedeutenden Kriegszyklen von Ludwig Meidner (1914) und Otto Dix (1924) einander exemplarisch gegenübergestellt. Die Vorstellung des Krieges und seine grausame Realität bilden den Kristallisationspunkt für eine neue expressionistische Künstlergeneration, die sich mit dem Ende des Ersten Weltkriegs formiert. Es ist die Zeit der gesellschaftlichen Extreme: zwischen Hunger und Verheißung, Revolution und Reaktion, Zukunftsängsten und hochgespannten Idealen. Stilistische Neuerungen wie Kubismus, Futurismus und ein expressiver Naturalismus werden von den Avantgarde-Künstlern Conrad Felixmüller, Georg Tappert und Bruno Krauskopf zur Intensitätssteigerung ihrer Bildsprache eingesetzt. Man möchte die Gesellschaft mit den ästhetischen Mitteln der Kunst erneuern: schöpferisch, spirituell, politisch. Während auf den Straßen der Hauptstadt die Barrikadenkämpfe des Spartakusaufstandes toben, schließen sich die Künstler in ganz Deutschland zu neuen Vereinigungen zusammen: in Berlin zur „Novembergruppe“, in Dresden zur „Sezession Gruppe 1919“, in Düsseldorf zum „Das Junge Rheinland“. Sie fühlen sich als „Revolutionäre des Geistes“. In der Euphorie des Neuanfangs der Weimarer Republik sind die Hoffnungen groß, den neuen Menschen in einer freiheitlichen Gesellschaft hervorzubringen. Die Kunst soll universal sein: der große Aufbruch der Gegenwart, Erlebnis und Zukunftsvision - von der „Hölle“ des Krieges ins „Paradies“ einer friedlichen, vergeistigten Menschheit, wie sie die süddeutschen Expressionisten Gottfried Graf, Albert Mueller und Josef Eberz herbeiträumen. Doch lassen sich diese hochfliegenden geistigen Spannungszustände auf Dauer nicht aufrechterhalten. Das leidenschaftliche Gefühl weicht dem nüchternen Blick, dem Expressionismus folgen Abstraktion und Neue Sachlichkeit.
In den charismatischen Räumen des ehemaligen Klosters St. Wolfgang werden über 100 Kunstwerke von 30 Künstlern gezeigt, unter denen ein Curt Lahs, Hans Orlowski oder Curt Ehrhardt neu zu entdecken sind. Neben dem berühmten Dreigestirn „Meidner – Felixmüller – Dix“ und den sich zwischen Figuration und Abstraktion bewegenden „Körperbildern“ greift die Konzeption der Ausstellung mit „Porträt und Maske“ den abgründigen, hypnotischen Blick auf. Dieses für den Expressionismus so charakteristische Thema ist auch Gegenstand einer 15-minütigen Sequenz aus Fritz Langs „Dr. Mabuse“, dem Stummfilmklassiker von 1922 über die diabolische Verführungskraft eines Verwandlungskünstlers.

Curt Lahs, Hlg. Sebastian, Aquarell, 1918
Foto: Bernhard Strauss

S t u b e n g e s e l l s c h a f t — K u n s t v e r e i n

Abi Shek

homo animalis

18. Juli 2020 – 13. September 2020

Vernissage: Freitag, 29. März 2020, 19:30 Uhr

Der Holzschnitt ist eines der ältesten Verfahren in der Bildenden Kunst, aber immer wieder treten Künstler hervor, deren Arbeiten wie Neuentdeckungen dieser so ursprünglichen Technik erscheinen. Der Stuttgarter Abi Shek gehört sicherlich dazu. Seine Holzschnittarbeiten, die teils durch Tuscheüberzeichnungen zu Unikaten werden, gehen eine magische Symbiose aus Archaik und moderner Bildauffassung ein.
Der 1965 in Israel geborene Künstler studierte ab 1990 in Stuttgart Freie Kunst bei Prof. Micha Ullman, der durch die Schaffung bedeutender  Denkmäler und Skulpturen im öffentlichen Raum weltweiten Ruf erlangt hat.
Obwohl Abi Shek einen künstlerisch ganz eigenständigen Weg gefunden hat, hat er offenkundig von seinem Lehrer etwas gelernt,  das dem Betrachter seiner Arbeiten sofort entgegentritt: die Macht des Einfachen. Denn die Reduktion in seinem Werk ist das Ergebnis intensivsten Erlebens des Dargestellten.
In seiner grafischen und zeichnerischen Arbeit zeigen sich Wurzeln im deutschen Expressionismus – bei Kirchner, Heckel oder Pechstein. Trotz dieses Einflusses: seine Werke sind Gegenwartskunst, es schwingt etwas in ihnen, was sofort klar macht: hier bringt sich ein Zeitgenosse zum Ausdruck.
Abi Shek hat für sein Werk einen Motivkreis gefunden, der ihn seit vielen Jahren besonders beschäftigt: Tiere. Im Kibbuz Beit Nir in Israel aufgewachsen, wo Viehhaltung und Landwirtschaft betrieben werden, kamen ihm Tiere schon als Junge nahe. Ebenso wie die Welt der Kunst, seine Eltern sind selbst Künstler.
Für seine Bildsprache ist das Silhouettenhafte von großer Bedeutung. Dabei gelingt ihm zu vermeiden, dass der Eindruck von Bewegungslosigkeit erweckt wird, im Gegenteil: seine Tierdarstellungen sind von großer Dynamik und Lebendigkeit.
Abi Shek ist durch zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland hervorgetreten.

Abi Shek, Ohne Titel, Holzschnitt und Tusche, 2010
Foto: Künstler

F o r u m r e g i o n a l

Lydia Leigh Clarke

„…the courage to jump, and the side of the mountain“

24. Juli 2020 – 13. September 2020

Vernissage: Donnerstag, 23. Juli 2020, 19:30 Uhr

Lydia Leigh Clarke wurde 1954 in Los Angeles, USA in eine Musikerfamilie hineingeboren. Doch anstatt wie die meisten ihrer fünf älteren Geschwister, selbst Musikerin zu werden, entschied sie sich für die Bildende Kunst und studierte an der California State University in Northridge. 1983 zog sie nach Deutschland, wo sie ihre Studien an der Malschule Paul Pollock in Freiburg fortsetzte. Seit 1988 ist sie freischaffende Künstlerin.
Lydia Leigh Clarke Kunst entwickelt sich an der Grenzlinie von abstrakter und gegenständiger Malerei. Dabei ist zu beobachten, mit welcher Leichtigkeit sie diese Grenze in die eine oder in die andere Richtung überspringt. Farbfelder verwandeln sich in Gefäße und Rundformen in Früchte. Oder eben auch umgekehrt. Man spürt, mit welcher Sensibilität sie mit dem Pinsel über die Farbformen tastet, die sie mit einer Bienenwachslasur überzieht oder mit Sand durchsetzt, um ihnen eine raue und widerständige Haptik zu verleihen. Der Betrachter darf in die stets großzügig aufgetragenen Farbflächen eintauchen und die Tiefe einer lebendig erfahrenen Natur herausspüren.

Lydia Leigh Clarke, the courage to jump, Gouache, 2019 
Foto: Künstlerin

Henriette Grahnert

ABSTRAKT IN DISKO

26. September 2020 – 22. November 2020

Vernissage: Freitag, 25. September 2020, 19:30 Uhr

„Right angel in right angle“ lautet der Titel eines
Bildes von Henriette Grahnert, der wortspielerisch mitten hinein in ihre
Bildwelten führt, bei denen auch die Worte, besser: die Titel ein wichtiges
Wörtchen mitzureden haben. Denn auf dem Bild zu sehen ist sowohl ein rechter
Winkel wie ein „rechter Engel“, oder zumindest sein Attribut: das weich
fallende, lange Haar. Die 1977 in Dresden geborene und heute in Leipzig lebende
Künstlerin zitiert in ihren Werken die unterschiedlichsten Malereitraditionen:
sei es die Farbfeldmalerei, den gestischen Pinselschwung oder die Popart. Ihre
Arbeiten scheinen nicht nur aus einer Vielzahl an Verweisen und Zitaten zu
bestehen, diese Semantik bringt auch ein ironisches Bezugssystem einander
kommentierender Wörter und Bildformen hervor, deren Humor die von der
Kunstgeschichte sanktionierten Stilbegriffe aufs Korn nimmt. So zeigt etwa die
Serie „Keeping secrets“ drei Farbbalken, die chaotisch auf die Leinwand
verteilte Farbspritzer überdecken. Welche Geheimnisse werden hinter den akkurat
gezogenen Farboberflächen gewahrt?, darf sich der Betrachter fragen. Mit ihrer
sehr eigenen Kombinationstechnik lädt Grahnert abstrakte Bildstrukturen
inhaltlich auf und gibt ihnen eine menschlich-emotionale Dimension. Man darf
hier schmunzeln, gerne auch lachen und die Kunst als das sehen, was sie in
ihrem Kern, und nicht nur ihren Bildtiteln, darstellt: den Menschen in all
seiner „inneren Schönheit“ und „Schrulligkeit“.

Henriette Grahnert, Doubleface, Acryl auf Leinwand,2019
Foto: Künstlerin

S t u b e n g e s e l l s c h a f t — K u n s t v e r e i n

Davor Ljubicic

undatiert

5. Dezember 2020 – 31. Januar 2021

Vernissage: Freitag, 4. Dezember 2020, 19:30 Uhr

„Alles was ich mache, befindet sich in einem Prozess. Was ich heute mache, das war. Das Fertige von heute wird morgen ausgelöscht, zerstört und ins Neue integriert – sanft oder gewaltig miteinander verbunden, verschmolzen. Davor ist so wichtig wie danach. Das Alte wird Teil des Neuen und umgekehrt.“ Mit diesen Worten erläutert Davor Ljubičić die grundlegenden Intentionen seiner Kunst. Monumentale Kohlezeichnungen auf schwerem Aquarellpapier, mit Leinöl und Graphit durchtränkte Papierarbeiten auf eisernen Stellagen, Fragmente von farbintensiven Malereien, raumgreifende Installationen.
Als „rektifizierte Artefakte“ bezeichnet Ljubičić die Arbeiten seiner Werkserie der letzten Jahre und er meint damit die stetige, bewusste Auseinandersetzung mit den Überbleibseln früherer Werkblöcke, Installationen oder Performances. Diese erscheinen ihm wie „anonyme Fundstücke“ und in einem intensiven, ja überaus experimentierfreudigen Schaffensakt unterzieht er diese Bruchstücke beständig einer neuen künstlerischen Befragung, um daraus andere, gewissermaßen revitalisierte Werke hervorzubringen. Diese wiederum nennt er folgerichtig „Konstellationen“, bei denen es sich um komplexe Werkschöpfungen zwischen Bild und Objekt handelt. So entfaltet sich Ljubičićs Schaffen im weiten Spannungsfeld zwischen Malerei, Zeichnung, Film, Rauminstallation, Objektkunst und Performance. All diese
Gattungen, Ausdrucksformen und Techniken durchdringen und steigern sich unaufhörlich zu einem untrennbaren Ganzen, das der Betrachter wie ein Gesamtkunstwerk erleben kann. Niemals aber gewähren sie dem Betrachter einen leichten, selbstverständlichen Zugang. Eher wirken sie sperrig, spröde, unbequem und wiedersetzen sich allem Harmonischen und Gefälligen.
Davor Ljubičić verglich sein Schaffen einmal mit einer „archäologischen Ausgrabung“, bei der „Fetzen und Fragmente zu ständig neuen Formen wachsen und sich zugleich widerspenstig entziehen“.

Davor Ljubicic, Installation, 2019
Foto: Künstler

F o r u m r e g i o n a l

Sibylle Möndel

SICHTFELDER

11. Dezember 2020 - 31. Januar 2021

Vernissage: Donnerstag, 10. Dezember 2020, 19:30 Uhr

Sibylle Möndel wurde 1959 in Stuttgart geboren, wo sie auch bei Prof. Hans K. Schlegel studierte. Seit 1989 ist sie freischaffend. Heute lebt und arbeitet sie in Kornwestheim und in Stuttgart.
Die Künstlerin verbindet in ihren Arbeiten unterschiedliche Techniken wie den Siebdruck, die gestische Malerei und die Zeichnung. Auf diese Weise entstehen malerische oder ornamentale Strukturen, die mit den Abbildern der fotografischen Vorlagen verschmelzen. Räumlichkeit und Tiefe entstehen durch die Überlagerung mehrerer Druckschichten, aber auch von Farbe und malerischer Geste. Die Konstellationen, die sich im Zusammenspiel von Abbild und Technik entwickeln, scheinen umso nachdrücklicher zu den menschlichen Darstellungen hinzuführen, je mehr die Motive durch die technischen Eingriffe verfremdet werden. Titel wie „Wege“, „Grenzland“ oder „Aschebilder“ deuten auf die existenzielle Dimension der Bilder, die sich dem Betrachter meditativ und emotional erschließen.

Sibylle Möndel, #201849, Malerei und Siebdruck auf Museumskarton, 2018
Foto: Künstlerin

 

Kontakt

Stadt Engen
Kulturamt
Hauptstraße 11
78234 Engen

Ansprechpartner

Dr. Velten Wagner

Öffnungszeiten des
Städtischen Museum
Engen+Galerie

Di - Fr. 14:00 - 17:00 Uhr
Sa und So 11:00 - 18:00 Uhr