Ausstellung „undatiert“ von Davor Ljubicic

Die Stubengesellschaft zeigt vom 25. Juni bis 21. August im Städtischen Museum Engen + Galerie die Ausstellung „undatiert“ von Davor Ljubicic.

Ohne Titel, Bild: Künstler

Die Vernissage findet am Freitag, 24. Juni um 19:30 Uhr statt.
 
„Alles was ich mache, befindet sich in einem Prozess. Was ich heute mache, was war. Das Fertige von heute wird morgen ausgelöscht, zerstört und ins Neue integriert – sanft oder gewaltig miteinander verbunden, verschmolzen. Davor ist so wichtig wie danach. Das Alte wird Teil des Neuen und umgekehrt.“ Mit diesen Worten erläutert Davor Ljubičić die grundlegenden Intentionen seiner Kunst.
Monumentale Kohlezeichnungen auf schwerem Aquarellpapier, mit Leinöl und Graphit durchtränkte Papierarbeiten auf eisernen Stellagen, Fragmente von farbintensiven Malereien, raumgreifende Installationen.
Als „Rektifizierte Artefakte“ bezeichnet Ljubičić die Arbeiten seiner Werkserie der letzten Jahre und er meint damit die stetige, bewusste Auseinandersetzung mit den Überbleibseln früherer Werkblöcke, Installationen oder Performances. Diese erscheinen ihm wie „anonyme Fundstücke“ und in einem intensiven, ja überaus experimentierfreudigen Schaffensakt unterzieht er diese Bruchstücke beständig einer neuen künstlerischen Befragung, um daraus andere, gewissermaßen revitalisierte Werke hervorzubringen. Diese wiederum nennt er folgerichtig „Konstellationen“, bei denen es sich um komplexe Werkschöpfungen zwischen Bild und Objekt handelt.
So entfaltet sich Ljubičićs Schaffen im weiten Spannungsfeld zwischen Malerei, Zeichnung, Film, Rauminstallation, Objektkunst und Performance. All diese Gattungen, Ausdrucksformen und Techniken durchdringen und steigern sich unaufhörlich
zu einem untrennbaren Ganzen, das der Betrachter wie ein Gesamtkunstwerk erleben kann. Niemals aber gewähren sie dem Betrachter einen leichten, selbstverständlichen Zugang. Eher wirken sie sperrig, spröde, unbequem und wiedersetzen sich allem Harmonischen und Gefälligen.
Davor Ljubičić verglich sein Schaffen einmal mit einer „archäologischen Ausgrabung“, bei der „Fetzen und Fragmente zu ständig neuen Formen wachsen und sich zugleich widerspenstig entziehen“.

 

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