Sonderausstellung „Hölle & Paradies. Der deutsche Expressionismus um 1918“ -

Aktueller Stand

Eine Besucherin der Sonderausstellung vor Gottfried Grafs Gemälde „Mädchen mit Paradiesvogel“.

Der deutsche Expressionismus um 1918 stößt bei den über 3000 Besucher/innen, die sich die aktuelle Sonderausstellung „Hölle & Paradies“ im Städtischen Museum Engen + Galerie bisher angesehen haben, auf eine begeisterte Resonanz. Die ungebrochen hohe Faszination, die von der Kunst der Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs ausgeht, als ganz Europa und insbesondere Deutschland in einem tiefgreifenden Umbruch war, hat an Aktualität nichts eingebüßt. „Es ist“, berichtet Museumsleiter Dr. Velten Wagner, „eigentlich immer nur die Frage, wie produktiv oder eben auch destruktiv Gesellschaften mit Krisenerfahrungen umgehen.“  Es sei interessant zu sehen, wie sich im Engener Museum aktuell zwei schwere Krisen, die historische der Nachkriegszeit vor 100 Jahren und die gegenwärtige Corona-Pandemie, überlagerten. „Wir bekommen die Krise unmittelbar zu spüren“, so Wagner. „Durch den Shut-down sind viele Werbemaßnahmen ins Leere gelaufen, und es gibt zahlreiche vor allem überregionale Interessierte, die aus Verunsicherung nicht kommen. Und das obwohl wir strenge Hygienemaßnahmen verfolgen und man sich die Ausstellung, gerade unter der Woche, ganz entspannt anschauen kann.“ Auch bedauert Wagner, dass er die geplanten Begleitveranstaltungen, von Kino bis Tanz, absagen bzw. auf unbestimmt verschieben musste. Auch öffentliche Führungen konnten bisher nicht stattfinden. „Trotz dieser massiven Beeinträchtigungen“, so ist sich Wagner sicher, „haben wir eine Besucherresonanz, wie sie unter diesen Bedingungen in der Region einmalig ist.“ Die Sonderausstellung hätte das Zeug zum „block buster“ gehabt. Nun müsse man sich mit einem „sehr gut“ begnügen. Der Museumsleiter freut sich darauf, bis zum 13. September noch viele Gäste im Engener Museum begrüßen zu können.  

Informationen zur Sonderausstellung 2020
„Hölle & Paradies. Der deutsche Expressionismus um 1918“  im Städtischen Museum Engen + Galerie.
Bis 13. September
Öffnungszeiten: Di-Fr: 14-17 Uhr; Sa, So: 11-18 Uhr.
Eintritt: 6 Euro/ermäßigt 5 Euro
Städtisches Museum Engen + Galerie, Klostergasse 19, 78234 Engen, Tel. 07733 502-211; Fax 07733 502-281; E-Mail: rathaus@engen.de
Kontakt: Dr. Velten Wagner, Kulturamt, Städtisches Museum Engen + Galerie; Tel: 07733 502-246; Fax: 07733 502-281; E-Mail: vwagner@engen.de