Wildunfälle vermeiden

Wildunfälle können generell immer und überall passieren.

Besonders hoch aber ist die Gefahr, einem Wildtier auf der Straße zu begegnen, …
• … an bekannten Pfaden der Tiere, die in der Regel mit entsprechenden Wildwechsel-Warnschildern gekennzeichnet sind.
• … entlang von Feldrändern und an Waldgrenzen
• … während der Morgen- und Abenddämmerung, da die Tiere hier besonders aktiv sind.
Vermeiden lässt sich ein Wildunfall, wenn überhaupt, nur durch erhöhte Aufmerksamkeit und geringere Geschwindigkeit. Vor allem wer auf Straßen unterwegs ist, auf denen ausdrücklich vor Wildwechsel gewarnt wird, sollte diese Schilder ernst nehmen und sein Tempo reduzieren. Bei 80 km/h beträgt der Bremsweg rund 55 Meter – alles darüber reicht in der Regel nicht aus, um vor einem plötzlich auf die Straße springenden Tier zum Stehen zu kommen.
Wer in einiger Entfernung ein Tier am Straßenrand oder gar auf der Fahrbahn sieht, sollte sofort kontrolliert bremsen, um im schlimmsten Fall die Aufprallgeschwindigkeit zu reduzieren.
• Abblenden, denn das grelle Fernlicht macht die Tiere orientierungslos.
• Hupen, um das Tier eventuell noch rechtzeitig von der Fahrbahn vertreiben.
Wo ein Tier auftaucht, sind in der Regel noch mehrere. Deshalb sollte man immer mit Nachzüglern rechnen und langsam weiterfahren!
War ein Zusammenstoß nicht vermeidbar,
• gilt es als erstes, die Unfallstelle zu sichern (Warnblinklicht, Warndreieck)
• Der Wildunfall muss der Polizei gemeldet werden.
• Ein totes Tier sollte nur mit Handschuhen angefasst (wegen der Infektionsgefahr zum Beispiel Tollwut) und an den Straßenrand gezogen werden.
• Verletzte Tiere nicht anfassen, sie könnten sich wehren. Um verletzte Tiere kümmert sich der Jäger! Er spürt auch einem geflohenen Tier nach.
• Das tote Tier darf man auf keinen Fall mitnehmen, sonst macht man sich der Wilderei schuldig!
• Auch wer einfach weiterfährt und das Tier ohne Meldung zurücklässt, verstößt gegen das Tierschutzgesetz und macht sich strafbar.
• Für die Wildschaden-Versicherung muss man sich den Wildunfall von der Polizei oder dem Jäger bestätigen lassen