Zur Vernissage am Freitag, 27. Januar, 19:30 Uhr sind alle Kunstinteressierten herzlich eingeladen. Nach einer Einführung durch Museumsleiter Dr. Velten Wagner wird es ein Künstlergespräch geben.
Der 1970 in Hamburg geborene Henning Kles ist bereits durch zahlreiche internationale Einzelausstellungen in Berlin, Hamburg, Zürich, Los Angeles etc. aufgefallen. Seine u.a. am expressionistischen Film des frühen 20. Jahrhundert orientierte Malerei zeigt unheimliche Bildphantasien und damit eine Gegenwelt zur gestylten Benutzeroberfläche der aktuellen Medien- und Werbewelt.
Was auf den ersten Blick befremdlich wirkt, ist nicht zuletzt das vom Künstler verwendete, unkonventionelle Malmittel Bitumen, das im Baugewerbe etwa zur Dachabdichtung eingesetzt wird. Als ungiftige Bitumenemulsion erzeugt es Farbvarianten von dunkelbraun bis tiefschwarz. Dadurch entsteht eine kontraststarke Malerei, die das flackernde Zusammenspiel von Helldunkel, von Licht und Schatten thematisiert. In Kles Bildern werden häufig gesichtslose Herren in Frack und Zylinder als Gruppenporträts präsentiert, dann wieder an klassische Stillleben erinnernde Kompositionen aus Traumfängern, Schiffshaken, Schrumpfköpfen und Wimpeln. Die Motive gemahnen an eine längst untergegangene Welt, an Gentlemen-Gauner und Piratenfilme der Schwarzweiß-Filmära.
In seinen jüngsten Arbeiten beginnt Henning Kles Bitumen und Akryl durch das Übereinanderlegen von feinsten transparenten, Abstraktion und Figuration vereinigenden Farbschichten miteinander zu verbinden. Dem Beschwören einer geheimnisvoller Schattenwelt folgt der Schritt in Richtung einer dunkel getönten, zugleich ins Lichte weisenden Weltaneignung. Vor düsteren Hintergründen entfalten sich buntfarbige Phantasieporträts, in sich gekehrt, karnevalesk, wie von einer anderen Welt. Durch die zwischen Underground – und Popästhetik entstehenden Bildspannungen nehmen diese Malereiphantasien eine höchst ungewöhnliche und einzigartige Position in der zeitgenössischen Kunst ein.
Informationen zur Ausstellung:
Henning Kles, "Der Himmel hatte die Farbe von kaltem Haferbrei"
Öffnungszeiten:
Die – Fr: 14 - 17 Uhr
Sa, So: 10 - 17 Uhr
Eintritt:
2 Euro/ermäßigt 1,50 Euro
Städtisches Museum Engen + Galerie, Klostergasse 19, 78234 Engen,
Tel. 07733 502-0; 502-211; Fax 07733 502-281; rathaus@engen.de
Kontakt:
Dr. Velten Wagner, Kulturamt, Städtisches Museum Engen + Galerie;
Tel: +49 (0)7733 502-246
Fax: +49 (0)7733 502-281
E-Mail: vwagner@engen.de

