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Stadt Engen
Kulturamt
Hauptstraße 11
78234 Engen
Ansprechpartner
Öffnungszeiten des
Städtischen Museum
Engen+Galerie
Di - Fr. 14:00 - 17:00 Uhr
Sa und So 10:00 - 17:00 Uhr
Städtisches Museum
Engen + Galerie
Führungen spielen nicht nur bei der Vermittlung aktueller künstlerischen Positionen eine zentrale Rolle - auch die längst etablierte Kunst der "Klassischen Moderne" regt zu neuen Seherfahrungen und Bildungserlebnissen an. Um die individuelle Kreativität zu fördern, bietet das Museum museumspädagogische Workshops an. In den stimmungsvollen historischen Museumsräumen finden darüber hinaus Konzerte, Lesungen und Empfänge statt.
Anschrift
Städtisches Museum Engen + Galerie
Klostergasse 19
D- 78234 Engen
Telefon 07733 501400
Telefax 07733 502-299
Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 14:00 - 17:00 Uhr
Samstag und Sonntag von 10:00 - 17:00 Uhr
Preise
Eintritt: 2 Euro, erm. 1,50 Euro
Freier Eintritt: jeder 1. Sonntag im Monat, Kinder unter 16 Jahren und Schulklassen
Schließtage sowie Sonderöffungszeiten
24.12.2011, Heiligabend, geschlossen
25.12.2011, 1. Weihnachtsfeiertag, geschlossen
26.12.2011, 2. Weihnachtsfeiertag, geschlossen
31.12.2011, Silvester, geschlossen
01.01.2012, Neujahr, geschlossen
06.01.2012, Hl. Drei Könige, regulär offen, 14 - 17 Uhr
16.02.2012, Schmutziger Donnerstag, regulär offen, 14 - 17 Uhr
18.02.2012, Fasnachtssamstag, regulär offen, 10 - 17 Uhr
19.02.2012, Fasnachtssonntag, regulär offen, 10 - 17 Uhr
22.02.2012, Aschermittwoch, regulär offen, 14 - 17 Uhr
06.04.2012, Karfreitag, regulär offen, 14 - 17 Uhr
07.04.2012, Ostersamstag, regulär offen, 10 - 17 Uhr
08.04.2012, Ostersonntag, regulär offen, 10 - 17 Uhr
09.04.2012, Ostermontag, offen, 14 - 17 Uhr
01.05.2012, Maifeiertag, regulär offen, 14 - 17 Uhr
17.05.2012, Christi Himmelfahrt, regulär offen, 14 - 17 Uhr
27.05.2012, Pfingstsonntag, regulär offen, 10 - 17 Uhr
28.05.2012, Pfingstmontag, offen, 14 - 17 Uhr
07.06.2012, Fronleichnam, regulär offen, 14 - 17 Uhr
03.10.2012, Tag der deutschen Einheit, regulär offen, 14 - 17 Uhr
01.11.2012, Allerheiligen, regulär offen, 14 - 17 Uhr
24.12.2012, Heiligabend, geschlossen
25.12.2012, 1. Weihnachtsfeiertag, geschlossen
26.12.2012, 2. Weihnachtsfeiertag, regulär offen, 14 - 17 Uhr
31.12.2012, Silvester, geschlossen
01.01.2013, Neujahr, geschlossen
Jahresprogramm 2012 in kompakter Form im PDF-Format (980 KB)
Workshops 2012 in kompakter Form im PDF-Format (2255 KB)
Ausstellungen 2012
bis 15.01.2012
Vernissage: Freitag, 25.11., 19:30 Uhr
"Early Birds"
Moritz Schleime und Marc Gröszer
Moritz Schleime wurde 1978 in Berlin-Ost (Köpenick) geboren. 1984 Übersiedlung nach Berlin-West. 1998 – 2004 Diplom und Meisterschüler an der Kunsthochschule Berlin (KHB) bei Prof. H. Schimansky und Prof. W. Liebmann. 2004 Gründung der Künstlergruppe „Tennis-Elephant“ 2004. Mitbegründer der Produzentengalerie Andreas Wendt. Lebt und arbeitet in Berlin.
"Es geht mir nicht um bestimmte Aussagen, sondern um einen ständigen Dialog mit toten wie lebenden Malern ... das ist eine fast nonverbale Kommunikation. Und es geht im Besonderen immer wieder um die Übermittlung und Transformierung von Lebensenergie. Allgemein hat das Bild bzw. die Kunst für mich immer die Funktion einer Batterie, an der man sich entleeren oder auftanken kann. Der Betrachter hat die Aufgabe zu betrachten, mehr kann ich für ihn nicht tun ... denn alles was ich zeigen kann, habe ich auch nur durch das Betrachten von Dingen gelernt...
Musik ist für mich die aller aller wichtigste Inspirationsquelle die es gibt. Würde ich auf einer fernen Insel in der Karibik leben und recht beständig die neuesten Platten die rocken, die kreativ verrückt sind, hören können, könnte ich wohl eine gewisse Zeit davon zehren, ohne ein aktuell gemaltes Bild gesehen zu haben. Manchmal höre ich einen ganzen Tag auf Repeat einen einzigen Song, das ist dann wie ein Mantra, und man lässt sich vollkommen fallen und versucht die Emotion, die der Song auf einen ausübt, irgendwie in das Bild zu packen. Malerei und Musik hören gehören einfach zusammen. Ich weiß gar nicht, wie man das trennen kann, vielleicht ist das Machen von Musik auch der nächste Schritt nach Malerei, den man gehen muss in seiner Entwicklung. Es geht ja letzten Endes nur um Freisetzung - Freisetzung des Denkens und des Handelns, welches doch zu oft von zu vielen Mauern, die man sich selber macht, behindert wird ... und bei Musik geht das dann mehr 1 zu 1, als bei der manchmal doch sehr zeitaufwendigen Malerei."
Marc Gröszer wurde 1973 in Berlin geboren. 1994-2001 Studium der Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.1997-2001 Stipendium der deutschen Studienstiftung. 2003 Meisterschüler. 2002-03 Auslandstipendium Athen. 2008 Eberhard Roters Stipendium Stiftung Preußische Seehandlung, Berlin Lebt und arbeitet in Berlin.
Seine Arbeiten sind intensiv und ruppig, sie laufen allen Konventionen geglätteter Oberflächlichkeit zuwider: melancholisch, manchmal absurd, oft sarkastisch. Sie stehen immer in enger Verbindung mit der Wirklichkeit und fassen die Welt in dunkle, widerspenstige Bilder, wie wir sie lange nicht sahen. Gröszers Arbeiten, meist Bildobjekte auf „armen“ Materialien, sind irgendwo zwischen Zeichnung und Malerei angesiedelt und verbinden Bild- und Wortfetzen, Figuren und Gegenstände, Natur und Künstlichkeit zu sehr eigenwilligen Kompositionen zeitgenössischer Vanitas. (Jury Stiftung Preußische Seehandlung)

Bild: Marc Gröszer, Selbstbildnis als Smutje, Tusche auf Sperrholz, 2010
Courtesy Sør Rusche Sammlung Berlin/Oelde
und Wendt+Friedmann Galerie, Berlin

Bild: Moritz Schleime, Heartbreaker, Öl auf Leinwand, 2007
Courtesy Sammlung Conny Konzack, Berlin
und Wendt+Friedmann Galerie, Berlin
Henning Kles
"Der Himmel hatte die Farbe von kaltem Haferbrei"
28.01.2012 - 11.03.2012
Henning Kles, geb. 1970 in Hamburg, zahlreiche Einzelausstellungen in Berlin, Hamburg, Zürich, Los Angeles etc. zeigt mit seinen düsteren und unheimlichen Bildphantasien eine Gegenwelt zur gestylten Benutzeroberfläche der aktuellen Medien- und Werbewelt.
"Expressionistische Filmklassiker wie „Nosferatu“, aber auch Endzeitfilme wie der 1973 gedrehte „Soylent Green“ dienen Henning Kles ebenso als Quellenmaterial wie - gerade in jüngster Zeit - die ausgetüftelten Silhouetten-Animationsfilme von Lotte Reininger (1899-1981), die vor allem in den 1920er Jahren stilprägend waren.
Die neuen Bilder ähneln zunächst druckgrafischen Arbeiten. Doch jedes Bild ist ein aufwändig hergestelltes Unikat. Henning Kles benutzt für die meist mittel- bis kleinformatigen Bilder eine schwarze Bitumenemulsion, ein kunstfremdes Material also, das eigentlich im Baugewerbe Verwendung findet. Als Bildträger fungieren mitteldicke Malpappen, auf die das zähflüssige Material zunächst flächendeckend aufgetragen wird. Der Malgrund wird dann abgeklebt und mit einer Vorzeichnung versehen. Mit dem Cutter werden anschließend in mehreren Schritten Teile der Flächen wieder abgenommen. Kles trifft dabei ähnliche künstlerische Entscheidungen wie bei der Herstellung einer Radierung, eines Holzschnittes oder einer Lithographie. Abschließend wird die Farbe mit Balsamterpentin vorsichtig entfernt. So entsteht in einem subtraktiven Prozess das fertige Bild in changierenden Dunkelbraun-, Ocker- und Schwarztönen. In ihrer Reduziertheit auf Hell-Dunkelkontraste erscheinen Kles‘ neue Arbeiten zunächst scherenschnitthaft. Doch gleichzeitig umgibt sie ein rauchig-toxisches Sfumato: Farbreste, Terpentintropfen und Verwischungen sorgen für Weichzeichnereffekte". (Nicole Büsing and Heiko Klaas)
„Alle Vorlagen, die ich benutze, egal ob Filmstills oder Zeitungsausschnitte, sind von Bedeutung durchzogen und müssen erst einmal von mir daraufhin abgeklopft werden, also herausgezogen werden aus dem Kontext, damit sie dann auf der Leinwand neu arrangiert werden können, ihnen eine unbenutzte Bühne bereitet und der Blick darauf frei werden kann, damit neue Assoziationen überhaupt möglich werden.“ (Henning Kles)

Bild: Henning Kles, delfty, 2010
Forum regional
Gudrun Schillinger
"Rendez-vous der Farben"
03.02.2012 - 22.03.2012
Gudrun Schillinger (geb. 1942 in Mannheim) ist eine vitale Künstlerin und mutig obendrein. Sie setzt dem von Werbestrategen als Marketinginstrument missbrauchten oberflächlichen Frauenakt weibliche Körperwelten als Land- und Schatzkarten einer anderen, tiefgründigen Weiblichkeit entgegen ... Hinter ihren Akten steht ein Begriff von Schönheit und weiblicher Ästhetik, der die Kratz- und Schleifspuren des ganz realen Lebens nicht übertüncht, sondern zum Inhalt der Kunst macht. Dies beginnt bei den vielfältigen Techniken, die Gudrun Schillinger im Schaffensprozess einsetzt, und endet beim Motiv und der mit ihm verbundenen Botschaft. (Reinhard Valenta)

Bild: Gudrun Schillinger, Es grünt so grün, 2008
Stefan Bergmann
"Eremitage"
24.03.2012 - 06.05.2012
Stefan Bergmann wurde 1946 in Radeberg geboren. Nach seinem Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe (Meisterschüler von Horst Antes) folgten Studien in England, Indien und Japan. Seit seiner Rückkehr 1979 lebt und arbeitet Stefan Bergmann in Murg-Oberhof.
"Im Murgtal, in dessen unmittelbarer Nähe ich lebe, erinnern mich die mit Moos bewachsenen Bäume an die Einsiedelei des Isenheimer Altars. Ich spüre, dass Grünewald in einer ähnlichen Landschaft lebte. Für die“ Eremitage“ – Serie, an der ich zur Zeit arbeite, male ich diese bemoosten Bäume. Eigentlich sind es nur die Äste, die ich aus ihrer Umgebung isoliere. Als Hintergrund lasse ich die rohe Leinwand stehen, als Hinweis auf die materielle Realität des Bildes. Durch diese Reduzierung erhält das Leinen für mich eine ähnliche Bedeutung wie in der mittelalterlichen Malerei der Goldgrund. Flachs wird zu Gold, so wie im Märchen." (Stefan Bergmann)

Bild: Stefan Bergmann, Eremita II, 2011
Forum regional
Manfred Schlindwein
"Holzschnitte - beidseitig"
30.03.2012 - 03.06.2012
Manfred Schlindwein, geb. 1950 in Offenbach, Studium an der Grafischen Fachhochschule Stuttgart und Kunst/Pädagogik in Freiburg, 1998 "Kunstpreis der Stadt Bühl für Druckgrafik", lebt heute in Gengenbach.
"Losgelöst von der Wiedergabe gegenständlicher Vorstellungen steht das Wechselspiel von Farbe und Form im Mittelpunkt des bildnerischen Interesses von Manfred Schlindwein. Die semantische Bedeutung des organischen Stoffes und die inhaltlich darin mitschwingende Wertigkeit sind darüber hinaus für den Künstler von Wichtigkeit. Die Transparenz der Druckschichten, die Schwerelosigkeit der grafischen Zeichen und die Überlagerungen einzelner Bildpartien werden durch das dünne Seidenpapier, das ihm neben Transparent- und Zeitungspapier, Karton und Nessel hauptsächlich als Druckträger dient, zusätzlich in ihrer Wirkung betont". (Sabine Heilig)

Bild: Manfred Schlindwein, Drucksache
Barbara Ehrmann
„Tikatatoutine“ - Zeichnungen, Collagen in Wachs, Installation
12.05.2012 - 24.06.2012
Barbara Ehrmann 1962 in Ravensburg geboren, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und an der Cite International des Arts, Paris. 1996-2002 mehrere Aufenthalte in Paris. Seit 1991 Atelier in Ravensburg.
"Schon seit vielen Jahren inspirieren mich für meine künstlerische Arbeit prähistorische Felsbilder, was neuerdings wiederbelebt wurde durch die Begegnung mit Jahrtausende alten Felsbildern in der kargen Saharawüstenlandschaft des Tassili n’Ajjer (Südostalgerien). Unterwegs zu sein an geheimen Plätzen von sakraler Aura und die unmittelbare Erfahrung archaischen Nomadenlebens, wo alles auf das Wesentliche reduziert ist, erlebe ich als wohltuenden Kontrapunkt zu unserem komplexen, reizüberfluteten Leben. Bilder von Tänzern und Schamanen, von Jägern und Tieren auf Felswänden inmitten einer vormals grünen und belebten, heute menschenleeren und lebensfeindlichen Umgebung. Fasziniert von Ausstrahlung, Bannkraft und Lebensfülle der Gravuren und Malereien entstehen anhand kleiner Reiseskizzen Bildserien, in denen ich versuche, den Zauber und die Magie dieser rätselhaften Zeichenfragmente und Bildchiffren festzuhalten und mit meiner eigenen Bildsprache zu verbinden. Auf hellen, wachsgetränkten und dadurch leicht transparent wirkenden Bahnen von Japanpapier versuche ich mit grafisch kargen Mitteln lediglich eine leise Anmutung, manchmal eher einen beunruhigenden Traum magischer Vergangenheit hervorzurufen. In sehr sparsamen Setzungen, Linien, auch Punktfeldern, meist in schwarz - weiß, werden die „entdeckten“ und frei interpretierten Bildzeichen in einen eher labilen Schwebezustand, in ein Kräftespiel abstrakter, intuitiv gezeichneter Formen und Felder eingebaut. Nur gelegentlich zartes Graugrün, erdiges Rot oder sparsam leuchtendes Orange. Linien, die ferne Horizonte und endlosen Raum suggerieren. Scharf konturierte Zeichnung, die von unscharfen Sprühspuren wie Schatten umspielt wird und sich im luftleeren Raum aufzulösen scheint. Ein Versuch, diese im Verschwinden begriffenen uralten kulturellen Spuren in meinen Zeichnungen weiterleben zu lassen". (Barbara Ehrmann)

Bild: Barbara Ehrmann, Tikatoutine, 2011
Forum regional
Dagmar Roos
"Geheimnisvoll und rau – Ansichten über Afrika"
Malerei und Objekte
15.06.2012 - 09.09.2012
Die in Schwaz/Tirol geborene Dagmar Roos studierte an der Staatlichen Kunstakademie Stuttgart und ist seit 1998 freischaffende Künstlerin.
Die Künstlerin Dagmar Roos hat eine sehr ausdrucksstarke Bildsprache. Die Natur, die Gegenstände und fremden Kulturen, die sie auf ihren vielen Reisen beobachtet und erlebt, beflügeln ihre Phantasie. So entstehen großzügig angelegte Bilder mit großen Farbformen, teils abstrakt, teils mit gegenständlichen Elementen. Sparsam eingesetzte Farben kontrastieren mit großzügig aufgetragenen, gemischten Farben.

Bild: Dagmar Roos, Flusspferd, 2010
GAMA
"DAS FEST "
07.07.2012 - 19.08.2012
Gama wurde 1977 in Baotuo (Mongolei) geboren, 1996-2000 Studium an der Central Academy of Fine Arts, Peking, China, 2002-2007 an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe, lebt und arbeitet in Berlin.
Die meist großformatigen Ölbilder des jungen mongolischen Malers faszinieren durch dessen Farbwahl, wirken wie das Bühnenbild einer surrealen Theaterinszenierung. Es sind irreale Raumwelten, die phantastische Elemente wie Zauberwesen einer Märchenwelt beinhalten. Scheinbar geschlossene Räume zeigen Decke, Boden, Wand in die auch immer wieder Natur in Form von Felswänden, Bäumen, Pflanzen und Erde eindringt. Imaginäre Orte, unter anderem angedeutet durch verzerrte Perspektiven. Während Gama sich weigert, in seinen Bildern mehr als "Farbe auf Leinwand" zu sehen, vermitteln die koboldhaften Figuren in den Bildern, die im Verhältnis zum Rest des Bildinhaltes winzig klein sind, ein Gefühl von Einsamkeit, Verlorenheit und Angst. (Galerie Haas & Fuchs, Berlin)

Bild: GAMA, seltene Erden, 2011
Gero Hellmuth
"Werkschau"
01.09.2012 - 14.10.2012
Gero Hellmuth, 1940 in Neustrelitz geboren, Abitur in Stuttgart, Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe und Studium der Kunstwissenschaften und Philosophie in Freiburg, Karlsruhe und Stuttgart. Lebt und arbeitet sei 1971 in Singen.
Neben seinen großen Arbeitszyklen „.. dass sie leben“ Hiob und Elias ist er auch der Schöpfer des Singener Narrenbrunnens. In seiner Werkschau zeigt Gero Hellmuth unter anderem neueste Arbeiten und Installationen aus seinem Zyklus "Dialog". Zur Arbeitsweise von Gero Hellmuth schreibt Friedhelm Mennekes (Auszug zu Hiob): "Hellmuths Kunst hilft Fragen zu erheben, ohne sie zu formulieren; er zeigt die Freiheit der Kunst auf, die darin besteht, Fragen als Fragen zu gestalten, ohne sie in eine direkte oder voreilige Antwort zu überführen; ihr Sinn liegt oftmals eben nicht in sprachlichen Antworten, sondern in den schweigenden Räumen und Augenblicken zwischen den Fragen selbst".

Bild: Gero Hellmuth aus der Zyklus Dialog 2011
Forum regional
Equinox, Lichtkunstprojekt – Sebastian Neitsch
16.09.2012 - 07.10.2012
Eröffnung am 15.09. zur Museumsnacht
Sebastian Neitsch wird die ersten drei Räume des Museums mit interaktiven Kunstwerken bespielen, darunter eine auf die Geräusche der Besucher reagierende Projektionsfläche, ein weißer Lichtwürfel, der vor den Besucher flüchtet ("Scares Cube") etc. Die Ausstellung findet als Auftakt des Lichtkunstprojektes "Equinox" statt. Zur herbstlichen Tag- und Nachtgleiche am 22. September werden 18 Künstler im Bereich der Engener Altstadt die Nacht in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit erfahrbar machen und ein poetisches Feuerwerk in den Köpfen der Besucher zünden.
Sebastian Neitsch, Hamburg, geb.1982. Er studierte Multimedia-Design in Halle (Saale) und Interface Cultures in Linz. Er war als Dozent an der Kunstuniversität Linz, an der HDK in Halle, der Santral Universität in Istanbul, in Leipzig und in Graz beschäftigt. Im Jahr 2009 war er als Designer und Entwickler für das Futurelab Linz tätig. Von 2009 bis 2010 arbeitete er am österreichischen Pavillon bei der EXPO in Shanghai.
Der Künstler und Designer ist mit einer Vielzahl von Preisen und Förderungen ausgezeichnet worden: 2008 wurde ihm der Annual Media Award08, für seine interaktive Visualisierung „worldwidevip“ überreicht, die er für Vanity Fair realisiert hat; 2010 förderte die Stadt Friedrichshafen seine Arbeit; für das Jahr 2011 erhielt er ein Stipendium der Kunststiftung Sachsen-Anhalt für eine zweimonatige Künstlerresidenz in Istanbul.

Bild: Sebastian Neitsch, Scared Cube
Forum regional
Annerose Braun
"herbstzeitlos" - Malerei
12.10.2012 - 18.11.2012
Annerose Braun, geb. 1949 in Belsen/Tübingen, studierte von 1993 – 1997 an der Freien Kunsthochschule Nürtingen und ist seitdem freischaffende Künstlerin.
"Vieles, was auf der Leinwand von Braun geschieht, kann man mit den Begriffen Zudecken, Aufdecken und Stehen lassen beschreiben. Es ist daher nichts anderes als der Versuch der biografischen unmittelbaren Selbstdarstellung. Eine Auseinandersetzung mit eben jenen Rissen zwischen dem Ich und dem Selbst. Malen wirkt hier wie ein direktes Handeln aus einer biografischen Frage heraus, Spur einer Gestik, Choreografie einer Rhythmik, so dass auch die Beschaffenheit des Malfeldes zur Botschaft wird. Der Strich des Pinsels ist ein suchender, der sich aus der Psyche herausspinnt. In ihm übersetzt sich Bildnerisches. Leben und Arbeit sind hier kurzgeschlossen. Das Leben als Vorgeschichte wird dann wichtig – Verwundungen, Kratzspuren, pastoses Übermalen sind als Texturen Dokumente des Selbstausdrucks". (Ursula Stinkes)

Bild: Annerose Braun, Vom Werden und Vom Fliegen, 2005
Christian Achenbach
„Bahomas“
27.10.2012 -09.12.2012
Christian Achenbach, geb. 1978 in Siegen, zahlreiche Einzelausstellungen in Berlin, Modena und Kopenhagen, lebt heute in Berlin.
"Nicht nur, weil ein Schlagzeug in der Ecke steht. Achenbach hat mal in einer trashigen Elektropunkband gespielt, und die Bilder, mit denen er vor zwei, drei Jahren auf sich aufmerksam machte, waren vor allem musikalisch inspiriert: Er malte Bandszenen mit headbangenden Sängern und Slacker-Gitarristen, ließ Farbkaskaden aus Keyboards aufsteigen und Plattenspieler psychedelische Spiralen ausspucken. Den schnellen Comicstrich hatte der 1978 geborene Achenbach, der vor gut zehn Jahren aus dem westfälischen Siegen nach Berlin kam, bei Jim Avignon gelernt, mit dem er einige Jahre lang zusammenarbeitete. Doch die leichthändigen Skizzen reichten ihm auf Dauer nicht. Er studierte an der Berliner Universität der Künste bei Daniel Richter, arbeitete bei Anselm Reyle, experimentierte mit Farbe und Abstraktion und setzt das heute in seinen großformatigen Gemälden souverän um. Schon auf den Bandbildern wurde geschüttet, gesprüht, gekleckst, fraß die reine Malerei an den Motiven.
Jetzt versucht sich Christian Achenbach an einer neuen Serie, die ohne Figuren auskommen soll: „Die Malerei muss ja für sich stehen“, sagt er. Stillleben sind das aktuelle Thema: ein riesiger Blumenstrauß, auf dem die Farbpalette explodiert, ein Ateliertisch, über dem kubistische Kuben in Neonfarben zersplittern. Oder ein Grammofon, aus dem sich eine bunte Op-Art-Schleife ergießt. Fehlt nur noch die Musik dazu." (Elke Buhr, Monopol Magazin für Kunst und Leben, 2009)

Bild: Christian Achenbach, Dizzy Dizzy, 2011
Forum regional
Heiko Haschlar "Neue Horizonte – gemalte Geschichten"
30.11.2012 - 13.01.2013
Von 1970 -1974 studierte Heiko Haschlar an der Bodensee Kunstschule in Konstanz Grafik Design und Malerei und arbeitet seit 1976 selbständig als freischaffender Künstler und Grafik Designer. Dozent für Graphik und Typographie an der Kunstakademie am Bodensee, zahlreiche Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz und in Frankreich.
Stuhllehne begegnet Strand, eine fliegende Fischfeder einem Turm mit Spitzhaube, ein roter Riesenhut schwebt vor einer Landschaft – Heiko Haslars Bildfindungen resultieren aus dem ungewohnten Zusammentreffen unterschiedlicher Elemente einer Realität, die uns allen bestens vertraut scheint – und wirken doch, rational und surreal verfremdet, erfrischend, inspirierend, Augen öffnend.

Bild: Heiko Haschlar, ...immer noch kopflos. Der Hut 2010
Rückblick
Ausstellungen in den Vorjahren

